Erste Hilfe bei Diabetikern.

Es gibt in Deutsch­land 7 Mil­lio­nen Men­schen (Stand 2020) die an Dia­be­tes erkrankt sind. Daher ist es gar nicht so unwahr­schein­lich, dass man in die Situa­ti­on kommt einem die­ser Men­schen hel­fen zu müs­sen, wenn sie eine Unter­zu­cke­rung (Hypo­gly­kämie) bekom­men. In die­sem Fall ist sofor­ti­ges Han­deln sehr wichtig!

Diabetes

„Was ist Unterzuckerung?“.

Unter­zu­cke­rung bei Dia­be­ti­kern geschieht dann, wenn der Blut­zu­cker­spie­gel zu gering ist. Beson­ders medi­ka­men­tös behan­del­ten Dia­be­ti­kern kann dies sehr schnell pas­sie­ren. Die Ursa­chen dafür kön­nen ganz unter­schied­lich sein. Kör­per­li­che Belas­tung, eine zu gerin­ge Nah­rungs­auf­nah­me, Alko­hol­kon­sum und wei­te­re Umstän­de kön­nen zu einer Unter­zu­cke­rung führen.

Wie erkennt man eine Unterzuckerung?

Eine Hypo­gly­kämie erkennt man anhand von ver­schie­de­nen Sym­pto­men. Wenn eine Per­son zit­tert, Herz­klop­fen oder Heiß­hun­ger ver­spürt, Schwin­del­ge­füh­le oder Kon­zen­tra­ti­ons- und Seh­stö­run­gen hat, kann dies ein Anzei­chen für einen zu gerin­gen Blut­zu­cker­spie­gel sein. In die­sem Moment ist es wich­tig, dass die Per­son Nah­rung zu sich nimmt um den Zucker­spie­gel wie­der auszugleichen.

Falls der Spie­gel wei­ter­hin zu nied­rig ist kann es zu einem hypo­gly­kämischen Schock kom­men.  Die­ser kann in Form von Ori­en­tie­rungs­lo­sig­keit, einem Krampfan­fall oder Bewusst­lo­sig­keit auf­tre­ten. Soll­te dies der Fall sein soll­test du umge­hend Sofort­maß­nah­men ein­lei­ten um den Betrof­fe­nen zu hel­fen und schlim­me­res zu verhindern.

Sofortmaßnahmen:

Bei einer leich­ten Unter­zu­cke­rung reicht es dem Pati­en­ten mit zucker­hal­ti­gen Nah­rungs­mit­teln den Blut­zu­cker­spie­gel wie­der zu erhö­hen. Bei­spiels­wei­se vier Trau­ben­zu­cker­plätt­chen oder ein Glas Limo­na­de kann schon hel­fen. Danach soll­te der Pati­ent noch ein wenig Obst oder Brot essen.

Getränke

Bei einer schwe­ren Unter­zu­cke­rung soll­test du fol­gen­der­ma­ßen handeln:

Kon­tak­tie­re zunächst umge­hend einen Not­arzt. Ver­su­che danach dem Betrof­fe­nen sechs Trau­ben­zu­cker­plätt­chen zu geben. Ach­te dar­auf dem Pati­en­ten nicht zu scha­den, bei­spiels­wei­se soll­test du bei Bewusst­lo­sig­keit oder Atem­not lie­ber auf Ret­tungs­kräf­te war­ten. Sor­ge in jedem Fall dafür, dass der Pati­ent in sta­bi­ler Sei­ten­la­ge liegt und hal­te sei­ne Atem­we­ge frei. Falls der Pati­ent eine Glu­ka­gon Sprit­ze mit sich führt ver­ab­rei­che die­se. Wenn der Pati­ent wie­der zu Bewusst­sein kom­men soll­te geben sie ihm Trau­ben­zu­cker um den Blut­zu­cker­spie­gel wie­der anstei­gen zu lassen.

Der Pati­ent soll­te nach die­sem Vor­fall umge­hend einen Arzt kon­tak­tie­ren um von die­sem eine Dia­gno­se zu erhal­ten um wei­te­re Vor­fäl­le ver­hin­dern zu können.

Überzuckerung:

Bei einer Dia­be­tes Erkran­kung kann es nicht nur zu einem zu gerin­gen, son­dern auch zu einem zu hohen Blut­zu­cker­spie­gel kom­men. In die­sem Fall ist es eben­so wich­tig schnell zu han­deln um schlim­me­res zu ver­hin­dern. Die Sym­pto­me und Sofort­maß­nah­men unter­schei­den sich dabei sehr und sind unbe­dingt von ein­an­der zu unter­schei­den!

Sofortmaßnahmen bei einer Überzuckerung:

Eine Über­zu­cke­rung kann in jeder Situa­ti­on auf­tre­ten. Meis­tens wis­sen die betrof­fe­nen bereits, dass sie an Dia­be­tes erkrankt sind und ver­su­chen des­halb auch im All­tag eine Über­zu­cke­rung vor­zu­beu­gen. Soll­te es den­noch mal plötz­lich zu einer sol­chen Situa­ti­on kom­men ist ein sofor­ti­ges Han­deln beson­ders wich­tig. Vor allem aber soll­test du nicht in Panik ver­fal­len, son­dern Ruhe bewah­ren und den betrof­fe­nen nicht in Panik versetzen.

Woran aber erkenne ich überhaupt, wenn jemand eine Überzuckerung hat?

Ers­te Anzei­chen könn­ten sein:

  • star­ker Durst
  • ver­mehr­ter Harndrang
  • Müdig­keit
  • Schlapp­heit
  • Lust­lo­sig­keit
  • tro­cke­ne Haut
  • Bauch­schmer­zen
  • beschleu­nig­te Atmung

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Soll­te sich der Ver­dacht einer Über­zu­cke­rung äußern, soll­test du ver­su­chen mit der Per­son zu spre­chen um die Ansprech­bar­keit zu über­prü­fen. Ist der betrof­fe­ne noch ansprech­bar, soll­te, falls vor­han­den ein Blut­zu­cker­mess­ge­rät zur Hil­fe gezo­gen wer­den um den Blut­zu­cker­wert zu über­prü­fen.

Bestä­tigt sich dadurch der Ver­dacht einer Über­zu­cke­rung kann auch hier falls vor­han­den die ent­spre­chen­de Men­ge Insu­lin ver­b­reicht wer­den.

Ist kein Mess­ge­rät vor­han­den, ist es vor allem wich­tig mög­lichst schnell aus­rei­chend Flüs­sig­keit zu sich zu neh­men und ruhig zu blei­ben.  Jeg­li­che Form von Anstren­gung und Auf­re­gung soll­te ver­hin­dert werden.

Was aber wenn der Betroffene droht bewusstlos zu werden? Dann muss besonders schnell gehandelt werden.

Fol­gen­des soll­test du dann bei der Erst­hil­fe beachten:

  1. sofort einen Not­arzt informieren.
  2. Per­son in eine fla­che Rücken­la­ge bringen.
  3. von been­gen­der Klei­dung befreien.
  4. Per­son zude­cken um eine Unter­küh­lung zu vermeiden.
  5. Puls und Atmung regel­mä­ßig kontrollieren.
  6. für fri­sche Luft sorgen.
  7. es ist wich­tig, den Pati­en­ten zu beru­hi­gen, um zu viel Auf­re­gung zu vermeiden.

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